Blog#lovesDaWanda

Hey Crowd,

also ich weiß nicht, wie es euch so geht, aber ich finde die Analyse der einzelnen Tools echt spannend. Ich bin aber auch der Meinung, dass wir uns nach der trockenen Theorie ein bisschen Spaß verdient haben! Nachdem ich gerade erst die Unternehmens-Website analysiert habe, gehts heute gehts weiter mit dem Unternehmensblog.

 

Ansgar Zerfass meinte hierzu:

„Corporate Blogs […] sind persönliche oder thematische Nachrichtendienste, die von Unternehmen oder mit deren Unterstützung von Mitarbeitern […] als Website im Internet publiziert, in regelmäßigen Abständen ähnlich wie ein Tagebuch um neue Einträge ergänzt und in vielfältiger Weise mit anderen Blogs und Websites verlinkt sind. Die Einträge sind umgekehrt chronologisch angeordnet und können jederzeit von den Nutzern kommentiert […] werden.“ (aus BITKOM, 2012, S. 36)

 

Ziele

Im Gegensatz zur Unternehmens-Website – deren Hauptziel es ist, als direkter Absatzkanal einen möglichst hohen Verkauf der Produkte zu erzielen – liegt der Fokus beim Blog auf der Imagepflege und dem Beziehungsaufbau zur Zielgruppe. Besonders bei DaWanda, sollen Werte wie „Persönlichkeit“ und  „Einzigartigkeit“ über den Blog transportiert werden. Die Nähe zu den Mitarbeiter ist dabei genauso wichtig, wie das Bewusstsein, etwas ganz besonderes gefunden oder im besten Fall selbst hergestellt zu haben. Die Liebe zum Detail wird dabei immer wieder hervorgehoben. Die Nähe zur Marke wird z.B. dadurch deutlich, dass die DaWanda Mitarbeiter selbst bloggen (siehe Grafik). Viele Jahre lang war z.B. Anna Neumann also Social Media Managerin und DIY-Expertin, DAS Gesicht der Marke DaWanda und sorgte so für eine hohe Identifikation mit der Marke.

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Übersicht der blochenden Mitarbeiter (Quelle: DaWanda Blog, Stand: 05.08.2014)

Ein weiteres Ziel ist die Generierung von traffic (engl. für Verkehr). Der traffic, also Besucherstrom auf einer Website, bezeichnet den Aufruf einer Website (visits) und seiner Unterseiten (page impressions). Dieser traffic ist einer der größten Indikatoren zur Bewertung einer Rankingposition bei Suchmaschinenanbietern wie Google!, yahoo usw. Aus diesem Grund werden auch alle Blogposts Suchmaschinenoptimiert und mit entsprechenden Keywords versehen.

Weiter Ziele neben der Erhöhung der Sichtbarkeit sind die Generierung von Neukunden und die Platzierung der eigenen Marke als Experte in einem bestimmten Feld.

 

Kriterien

Art und Aufbau des Kanals

Die BITKOM bezeichnete bereits 2012 den Corporate-Blog als einen „Türöffner in eine neue Welt der Kommunikation“ (S. 36). Der Ruf nach Authentizität einer Marke ist heutzutage seitens der Zielgruppe sehr hoch. Niemand möchte mehr aufpolierte Informationen. Gefragt sind Glaubwürdigkeit und Transparenz einer Marke. Der Kunde möchte wissen, was hinter den Kulissen passiert, wie es im Arbeitsalltag aussieht oder was die  DaWanda Shop-Besitzer zu ihrer Idee getrieben hat.

Ein Blog, als Baustein einer durchdachten Marketing Strategie, eignet sich perfekt, um als zeitgemäße Corporate-Publishing Plattform, all diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Er gibt der Marke ein Gesicht und sorgt nebenbei noch für einen „sanften Einstieg in die Welt des Social-Web (BITKOM, 2012, S. 36).

DaWanda Blog   Alles über DaWanda  unsere Hersteller  DIY Anleitungen  Wettbewerbe  Events und vieles mehr

DaWanda Blog Startseite (Quelle: DaWanda Blog, Stand: 05.08.2014)

 

Auf der DaWanda-Blog landingpage findet sich zuerst der altbekannte Header, der aus 4 wechselnden Bannern besteht. Darunter gibt es insgesamt acht verschiedene Themenbereiche, welche ich weiter unten näher erläutere. In der rechten Seitenleiste findet der Kunde Social Media Icons zum Teilen der Inhalte und Links zu Aktuellen Events  (Lange Nacht des Selbermachens), direkte Produktverlinkungen und eine Tag-Wolke. Einzelheiten zum Footer gebe ich unter dem Punkt Intermedialität.

Eine einzelne Blogseite, könnt ihr hier sehen. Leider war sie als Screenshot zu groß, um sie einzufügen.

 

Nutzeransprache des Kommunikationsinstruments

Auch hier ist die Kommunikationsstruktur ähnlich wie auf der Website freundlich und informativ. DaWanda adressiert seine Kunden in der „Du“ oder „Ihr“ Form, sodass sofort eine Form von Nähe entsteht. Diese Nähe wird noch dadurch unterstrichen, dass die Anreden wie „Du“ und „Ihr“ immer groß geschrieben werden. Bei den DIY-Anleitungen ist die Tonalität z.B. immer aufbauend („Du kannst das!“, „Es ist gar nicht so schwer, wir zeigen Dir wie es geht.“, „Hast Du Das schon einmal ausprobiert?“). Der Nutzer wird in einer offenen und ermutigenden Art und Weise angesprochen und so zum Mitmachen angeregt.

Die Anspruchsgruppen des Bloggs unterscheiden sich von der der Unternehems-Website. Auf den Blog sind interessante Themen für Verkäufer (Community Relations), Journalisten (Media Relations) oder Kunden (Consumer Relations) zu finden. Hier kommt es zu Überschneidungen.

 

Mehrwert für den Nutzer

In Hinblick auf die im vorherigen Post angesprochene Zielgruppe, bietet der Blog als Kommunikationsinstrument wohl den größten Mehrwert und erfreut sich unter DaWanda-Fans großer Beliebtheit. Frei nach dem Motto „Content ist King“ findet die DaWanda Zielgruppe hier spannende Inhalte zu den verschiedensten Rubriken:

Do-it-yourself: Hier werden regelmäßig DIY-tutorials hochgeladen, mit denen der Kunde selbst kreativ werden kann. Dabei wird auch auf saisonale Events (z.B. Schultüte nähen zum Schulanfang) Rücksicht genommen. Es erfolgt eine weitere Unterteilung in „Nähen“, „Mode“, „Stricken & Häkeln“ usw.

Interview: Hier erfährt der Nutzer mehr über bestehende DaWanda-Shops, ihre Besitzer, wie diese zur Idee kamen usw. DaWanda Kreative geben also einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen.

Trends&Styles: In dieser Unterrubrik erfährt der Nutzer Neuigkeiten zu Trends&Styles aus der DIY-Szene. Er findet Infos über Mode, Geschenkideen, Gewinnspiele usw.

Themenwelt: Die Themenwelten kann man als Verlängerung der Themenwelten auf der Website sehen. Es werden wieder Themen wie Einrichtung, Hochzeit, Baby & Kind und Mode aufgegriffen.

Videos: Hier werden Videos zu den Herstellern, DIY-Tutorials oder besondern Events (Snuggery Wiedereröffnung, der erste eigene DaWanda Designmarkt) zur Verfügung gestellt.

Neuigkeiten: Dem Nutzer werden Gewinnspiele, Rabattaktionen, Wettbewerbe, neue Kooperationen, Bücher etc. vorgestellt.

Events: Der Nutzer erhält hier Informationen über Designmärkte in ganz Deutschland, auf denen auch DaWanda oft mit einem Do-it-yourself Stand vor Ort ist. Darüber hinaus gibt es Infos zu Blogger Events, der langen Nacht des Selbermachen, Do-it-together-Events der Community, Snuggery Events usw.

Für Verkäufer: DaWanda-Shopbetreiber werden hier mit Informationen Rund ums Thema  „Shop-Professionalisierung“ versorgt. Diese reichen von „HTML-Grundlagen“, „Social Media Sprechstunde“, „Einbindung von Videos“ bis hin zu „Wie Du als DaWanda-Verkäufer das Weihnachtsgeschäft überstehst…

 

Aktualität

Do-it-yourself: täglich bis zu 8 neue Posts.

Interview: Jede Woche gibt es ein neues Interview, einmal im Monat mit Video.

Trends&Styles: In unregelmäßigen Abständen.

Themenwelt: In unregelmäßigen Abständen.

Videos: Es entstehen ca. fünf Videos im Monat, von denen in der Regel vier Tutorials sind und eins ein Herstellervideo. In Ausnahmefällen oder zu besonderen Anlässen (Wiedereröffnung der Snuggery oder der erste eigene DaWanda Designmarkt) gibt es Extra-Videos.

Neuigkeiten: Die Abstände sind hier sehr unregelmäßig und von zwei Posts im Monat Mai, bis neun Posts im Monat Juni und orientieren sich an den verschieden Marketing-Aktionen wie Gewinnspielen etc.

Events: Mindestens 1x im Monat über die Kooperationsmärkte, Extra Posts zu eigenen Designmärkten, der langen Nacht des Selbermachens und Bloger-Events bzw. Do-it-together-Events der Community.

Für Verkäufer: Bis auf wenige Ausnahmen mindestens einmal  im Monat bis hin zu dreimal im Monat.

 

Interaktion mit dem Nutzer

Der Blog versteht sich primär als Informationsplattform. Er soll dem Nutzer einen Mehrwert bieten, indem er sich als Quelle der Inspiration versteht, durch die der Nutzer zu neuen Projekten angeregt wird. Die einzige Form der direkten Kommunikation findet statt, indem der Nutzer unter den einzelnen Blogeinträgen einen Kommentar (siehe Grafik) hinterlassen kann. Nach eingehender Untersuchung wird allerdings klar, dass die Leser diese Funktion so gut wie nie in Anspruch nehmen.

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DaWanda Blog Kommentarfeld (Quelle: DaWanda Blog, Stand: 08.08.2014)

Intermedialität

Die Verweise auf die anderen Online-Instrumente findet der Leser oben rechts auf der Blog-Landingpage. Im Gegensatz zur Website wird hier auch auf Instagram und den RSS Feed verwiesen. Es gibt ebenso die Möglichkeit, die DaWanda-Deutschland Website mit einem Facebook Daumen zu liken. Selbige Optionen hat der Leser auch auf jeder einzelnen Blog-Unterseite.

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DaWanda Blog Social Media – Links (Quelle: DaWanda Blog, Stand: 05.08.2014)

 

Im Footer der Blog-Landingpage wird auf die internationalen Blog-Plattformen sowie auf die DaWanda-Website (DaWanda.com) verwiesen. Um wiederum auf die Blog-Landingpage zu gelangen, gibt es einen Link im Footer der Unternehmens-Website.

Die einzelne Blogseite ermöglicht es weiterhin,  die einzelnen in den Text eingebundenen Fotos zu pinnen und so bei Pinterest hinzuzufügen. Am unteren Teil jedes Blogeintrages, kann der Leser, die Seite liken, twittern, pinnen oder per google+ teilen (siehe Grafik). Direkt darunter kann der Newsletter abonniert werden.

 

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DaWanda Blog „Social Bookmarking Option“ und „Newsletter Abonnement“ auf einzelner Blogseite (Quelle: DaWanda Blog, Stand: 05.08.2014)

Indem unter dem Beitrag auf „Ähnliche Beiträge“ verwiesen wird, kann der Leser sich anschließen noch über ähnliche Themen informieren.

Stringenz

Auch der Blog orientiert sich an DaWanda´s Corporate Design. Website und Blog bieten beide eine klare Linie und die Werte wie „die Liebe zum Detail“ sind auch klar in der Aufbereitung des Blogs erkennbar (z.B. Detailfotos von hergestellten DIY-Projekten oder die Nennung des Autors und seiner Geschichte).

 

Erfolg

Leider konnte ich keine Zahlen über die Nutzung des Blogs in Erfahrung bringen, habe aber auf persönliche Anfrage bei DaWanda die Antwort erhalten, dass der Blog definitiv nach der Website und neben Facebook, eines der beliebtesten Kommuniktions-Instrumente ist.

Kennt einer von euch vielleicht Tools, mit denen sich dies Nutzerzahlen eines Blogges in Erfahrung bringen lassen?

 

Fazit

Ich persönlich finde den Blog von DaWanda toll, wenn man ihn als Quelle für eigene DIY-Projekte betrachtet, habe aber einige Kritikpunkte gefunden, was die Art der Kommunikation betrifft. Es gibt nicht viel Interaktion in Form von Kommentaren auf dem Blog und auch sonst dient er mehr als Informationsplattform. Schön fände ich auch mehr interaktive Elemente, bei denen sich der Nutzer „austoben“ kann z.B. gab es neulich einen Aufruf, dass man Postkarten gestalten kann, wie schön wäre es, man hätte einen digitalen Foto-Editor, mit dem man direkt auf der Website eine Postkarte anfertigen könnte.

Inhaltlich sind einige Rubriken wie „Themenwelten“ und „Trends & Style“ schwer voneinander abzugrenzen. Da diese eh eher selten mit neuem Content bestückt werden, wäre eine inhaltliche Zusammenfassung hier sinnvoll.

Ich muss mir selbst an dieser Stelle leider eingestehen, dass ich den Blog fast ein bisschen unterschätzt habe. Ich glaube, man könnte eine extra Bachelorarbeit bzw. einen extra „digitale Kommunikation-Blog“ daraus machen, so umfangreich ist dieses Thema (vor allem in Hinblick auf die vielen unterschiedlichen Anspruchsgruppen 😉 )

 

Nachtrag (28.8.2014)

Wie ich bereits unter dem Punkt Ziele erwähnt habe, ist die Erzeugung von traffic eines der größten Herausforderungen für den Seitenbetreiber, um bei Suchmaschinenanbierten ein hohes Ranking zu erzielen. Nachdem DaWanda jahrelang den DaWanda Blog neben der normalen Unternehmens-Website laufen ließ, wurde nun ein wichtiger Teilbereich – der Do-it-yourself Bereich des Blogs – auf eine extra Plattform gestellt, welche als Unterseite der Unternehmens-Website nun im Menüpunkt Anleitungen zu finden ist. Diese Umstellung ist erst sehr neu, wird durch die Social Media-Kanäle promotet und ist auch noch nicht komplett abgeschlossen, da alte Blogposts noch mit Relinks (Weiterleitungen) auf das neue Portal versehen werden müssen. DaWanda stellt damit sicher, dass der traffic, welche durch die DIY-Tutorials erzielt wird, zu einem noch besseren Ranking der Unternehmens-Website bei Suchmaschinenanbietern führt.

 

Ich sage auf bald,

Suse

 

Quellen

BITKOM (2012): Leitfaden Social Media – Zweite erweiterte Auflage, abgerufen am 8.8.2014 von: http://www.bitkom.org/files/documents/LeitfadenSocialMedia2012%281%29.pdf am

DaWanda Blog:  Aufgerufen am 08.08.2014 von: http://blog.dawanda.com

Onlinemarketing-Praxis (2014): abgerufen am 28.08.2014 von:  http://www.onlinemarketing-praxis.de/unternehmenswebsite/die-unternehmenswebsite-als-zentrale-anlaufstelle

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4 Gedanken zu „Blog#lovesDaWanda

  1. Ronja sagt:

    Hallo Suse, kannte den Blog DaWanda vorher gar nicht. Sieht gut aus! Allgemein bin ich der Meinung, dass Blogs für Unternehmen eine gute Möglichkeit sind mit ihren Kunden/Konsumenten noch enger in Verbindung zu treten. Sie können diese dort direkt informieren und über die Kommentar-Funktion auch gleich Kontakt mit ihnen aufnehmen. Zudem ist ein Blog nicht ganz so formell wie eine Website und lässt noch mehr Persönlichkeit zu. Gerade im Hinblick auf das Image des Unternehmens kann das sehr hilfreich sein.

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    • suseschnuse sagt:

      Hey Ronja,

      genauso sehe ich das auch, vor allem bei DaWanda, die so ein herzliches und warmes Image haben, wird dieses Gefühl viel eher über den Blog „transportiert“ und sichtbar, als über die reinen Produkte auf der Website. Deswegen hat der Blog auch so wahnsinnig viele Fans. 🙂

      Danke für den lieben Comment.

      Cheers,
      Suse

      Gefällt mir

  2. […] So, das war meine erste Analyse. Mir persönlich hat es richtig Spaß gemacht und ich freue mich auf die zweite und folgende Analyse und zwar gehts zum Unternehmens-Blog.  […]

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  3. […] werden die Videos regelmäßig in den Blog eingebunden und erfreuen sich auch dort größter Beliebtheit, allerdings bekommt man trotz dessen […]

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